«Die Menschen werden wegen Tinder nicht zu einer Horde Sex-Roboter»


Online-Dating-Maschine Sex im Auto Mittwochnachmittag

NZZ am Sonntag Der letzte Klick Sex in Paris und Sex am Strand, haufenweise Angebote von halb so alten Männern und erstaunlich wenig Langweiler: Wie das Online-Dating meinem Liebesleben völlig neuen Schwung verliehen hat. Sabine Fischlin Drucken Teilen Männer in Serie: Ist einer beim Online-Dating nichts, nimmt man den nächsten. Er ist schuld daran, dass ich etwas getan habe, von dem ich immer gedacht hatte, dass ich es nie tun würde — und das zu einer ungeahnten Bereicherung meines Daseins führte. Ich schreibe die Geschichte, die an einem lauen Frühlingsabend ihren Anfang fand, unter falschem Namen nieder; Ihnen wird zweifellos schnell klar sein, warum. Man konnte den Sommer bereits riechen, als wir an belebter Strasse den letzten freien Tisch erobert hatten und uns einlullen liessen von einem Klangteppich aus Stimmen, der durchwoben war von Lachen und von Gläserklingen. Kaum hatten wir mit kühlem Wein angestossen, zückte mein Freund sein Smartphone. Man erstellt darin ein Profil, lädt ein Bild von sich hoch das nicht zwingend das Gesicht zeigen muss und lässt den Ortungsdienst zu, so dass die Gay-Community weiss, welcher Kontaktfreudige sich gerade in der Nähe aufhält.

Zur Person

Sexologin Daria Schiftan erklärt das wilde Treiben der Generation Tinder. Und sagt, weshalb wir trotzdem nur Durchschnitt sind. Allgemeinheit Generation Tinder scheint ganz brav wenig sein. Überrascht Sie das? Der Beziehungsstatus sagt nichts über die Dauer der Partnerschaft aus. Wenn es nicht mehr passt, suchen sich die Leute einen neuen Partner. So ist das Wohnen, das Alter spielt da keine grosse Rolle. Ist dies alarmierend?

Zukunftsforscher: «Trotz digitalem Sex verschwindet die Liebe nicht»

Was mit Frauen auf Tinder passiert Mit die Dating-Plattform können auch Frauen mühelos nur Sex haben. Doch die vermeintliche Befreiung ist ein Trugschluss. MeinungSarah Pines, Das Magazin Aktualisiert: Binnen Sekunden schaffen sich Nutzer der Tinder-App für oder gegen einen Sexpartner entscheiden. Foto: Getty Images Tinder ist Spiegel der Misere: Viele sind einsam und wollen Sex. Vor trafen Menschen sich zufällig, kamen ins Gespräch, verloren sich wieder aus den Augen oder liefen sich nochmals über den Weg. Der Mann nutzte die Gelegenheit, legte sich ins Zeug, um die Frau für sich wenig gewinnen: Diese Art des Kennenlernens gibt es kaum noch.

Sexpuppen Leben einhauchen

Zukunftsforscher Matthias Horx ist sich sicher, dass sie nicht verschwindet. Interview: Pascal Hollenstein Drucken Teilen Romantischer Kuss? Die Dauer der Verliebtheit betrage im Durchschnitt vier Jahre, sagt der Experte. Matthias Horx, Sie beschäftigen sich beruflich mit dem, was kommt. Schlafen Sie gut? Ich schlafe ausgezeichnet. Es hilft in allen Belangen, sich von dieser Hysterie wenig entfernen, die mit dem Blick all the rage die Zukunft verbunden ist. Da spielt in der öffentlichen Debatte auch Allgemeinheit mediale Bewirtschaftung von Erregungszuständen mit.


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